Ist dir eine gesunde Kommunikations- und Beziehungskultur wichtig, weil du weißt, deine Arbeits- und Lebensqualität steigt?

Wie oft hast du dir schon gedacht „er/sie versteht mich einfach nicht“?

Erlerne, wie du besser verstehst oder verstanden wirst. Worauf kannst du Rücksicht oder auch Einfluss nehmen? Komme aus der „Opferrolle“ raus.

 

Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken
(Samuel Johnson)

 

Schon mal von gewaltfreier Kommunikation (GFK) gehört?

Die GFK steht in der Tradition der klientenzentrierten Psychotherapie, die Rosenbergs Lehrer Carl Rogers entwickelte. Das aktive Zuhören steht bei Rogers im Mittelpunkt, die GFK geht jedoch über den gesprächstherapeutischen Rahmen hinaus.

Rosenberg nimmt an, dass jeder Mensch gern bereit sei, etwas für einen anderen Menschen zu tun, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind (z. B. die Anfrage als Bitte formuliert ist und nicht als Forderung, er nicht den Eindruck hat, dadurch eine Pflicht abzuarbeiten oder den anderen in eine Pflicht zu setzen und so weiter). Dieses Menschenbild geht auf die der humanistischen Psychologie entlehnten Haltung zurück, in einer schädigenden Aktion eines Individuums nicht den Ausdruck des inneren Wesens zu sehen, sondern die „fehlgeleitete“ Strategie eines eigentlich lebensdienlichen Impulses. Rosenberg bezieht sich besonders auf Carl Rogers. So nennt Rosenberg jede Form von Gewalt einen tragischen Ausdruck eines unerfüllten Bedürfnisses.

 

Die vier Schritte der gewaltfreien Kommunikation

  1. Beobachtung schildern (anstatt gleich zu deuten)
  2. eigene Gefühle mitteilen (anstatt Beschuldigungen aus­zusprechen)
  3. Bedürfnisse formulieren (statt Strategien vor­zuschlagen)
  4. eine Bitte zu äußern (statt Forderungen zu stellen)